Pfarrei St. Petrus

Wörth a. d. Donau

Orgelbauförderverein ist auf einem guten Weg

Rücklagen haben sich auf knapp 30 000 Euro erhöht – Vorstandschaft setzt die Arbeit fort

(jr) Die Interessengemeinschaft um Heinz Hohmeier wirbt eifrig und widmet sich engagiert dem erklärten Ziel, eine tragfähige Basis für die Beschaffung eines neuen Instruments zu bilden. Die Bemühungen lohnen sich, sie zeigen schon nach relativ kurzer Zeit beachtliche Wirkung. Auf dem Konto des Orgelbaufördervereins, der Ende September 2010 die Arbeit aufgenommen hat, befindet sich die stattliche Summe von knapp 30 000 Euro. Dennoch: Der Weg ist bei einem Investitionsvolumen von rund 400 000 Euro noch ziemlich weit.

Das Ergebnis bestätigt allemal, dass die Bevölkerung das Anliegen teilt und die Aktionen Akzeptanz finden. Das Instrumentalkonzert im Sommer oder das Neujahrskonzert, wobei Musiker, Chöre und Ensembles erneut ihre Solidarität mit dem Förderverein zum Ausdruck brachten, haben dazu beigetragen, die Rücklagen zu erhöhen. Bei der Jahreshauptversammlung am Montag im Pfarrheim konnte sich Heinz Hohmeier nur bei allen Personen, Institutionen, Verbänden und Firmen bedanken, die der gemeinnützigen Gruppe zur Seite stehen und mit ihren Zuwendungen den Fortschritt ermöglicht haben. Insgesamt verbuchte Kassenverwalter Ralf Amann einen bemerkenswerten Spendenbetrag von 11 500 Euro.

Für die erfreuliche Zwischenbilanz, die der Finanzverwalter vorstellte, haben auch die Einnahmen beim Pfarrfest und beim Bürgerfest gesorgt, wobei sich die Abordnung der ungarischen Partnerstadt Örkeny mit dem Verkauf der guten Gulaschsuppe in den Dienst des Bundes stellte. Rundum zufrieden sein konnte die Vorstandschaft auch mit dem Erlös beim Weihnachtsmarkt im November. Den Jahresbeitrag (mindestens zwölf Euro) entrichten mittlerweile 60 Mitglieder.

Führungsteam bestätigt

Sämtliche Eintragungen im Kassenbuch sind in Ordnung, wie die Revisoren Josef Dietlmeier und Martin Eicher vor der einstimmigen Entlastung des Führungsgremiums bestätigten.

Ganz schnell erfüllt hat Josef Dietlmeier auch seinen Auftrag als Wahlleiter. Das Votum war ein deutlicher Vertrauensbeweis für das bewährte Team. Verantwortung übernehmen in den nächsten zwei Jahren wieder Vorsitzender Heinz Hohmeier und sein Stellvertreter Harald Dietlmeier, Kassier Ralf Amann und Schriftführerin Susann Kühn. Diesen Kreis erweitern noch die beiden Beisitzer Monika Schmid und Martina Weinzierl sowie kraft seines Amtes Pfarrer Johann Baier.

Zehn Jahre plus x

Allen Respekt zollte der Seelsorger den treibenden Kräften für Einsatz und Eifer. Ihrer Leistung sei die ausgesprochen gute Entwicklung zu verdanken. Der Unterschied zwischen dem finanziellen Bestand bei seinem Dienstbeginn im September 2011 (rund 5 000 Euro) und dem Guthaben im Januar 2013 sei jedenfalls sehr deutlich. Eine Fortsetzung dieses Trends würde er sich wünschen, zumal nach Einschätzung von Harald Dietlmeier aus heutiger Perspektive auf jeden Fall „ein Zeitraum von zehn Jahren plus x“ benötigt werde, um in Sichtweite dieses ambitionierten Ziels zu kommen. Ein Augenmerk, so Pfarrer Baier, sollte insbesondere der Mitgliederwerbung gelten. Er geht davon aus, dass sich noch viel mehr Menschen überzeugen und gewinnen lassen.

Nach dem Eindruck von Ludwig Eiglmeier müsste vor allem auch ein Bewusstsein für die Notwendigkeit des Orgelneubaus gestärkt werden. „Klingt doch gut“, bezog er sich auf einen Standpunkt, der in Teilen der Bevölkerung vertreten werde. Der Bedarf steht für Pfarrer Baier völlig außer Zweifel. „Wir können nur hoffen, dass das Instrument, das sich wirklich in einem schlechten Zustand befindet, nicht zu bald den Geist aufgibt“, bemerkte der Geistliche mit einer Feststellung: „Eine Sanierung ist nicht mehr möglich. Jeder Euro wäre dafür zu schade.“

 

Die Gruppe wird sich auch in den nächsten zwei Jahren einer großen Aufgabe widmen: Unser Bild zeigt die Vorstandschaft des Orgelbaufördervereins mit den beiden Vorsitzenden Heinz Hohmeier (2. von rechts) und Harald Dietlmeier (rechts) sowie Pfarrer Johann Baier (3. von rechts). Foto: Raith

PGR-Arbeitskreis Konzil

Der Arbeitskreis des Pfarrgemeinderates zur Vorbereitung der Ausstellung "50 Jahre Konzil - Hoffnung für Kirche und Welt heute" trifft sich am Mittwoch, 30. Januar um 18:00 Uhr im Pfarrheim.

"Mit Gott gehen" - Ökumenischer Gottesdienst

Aus Anlass der Gebetswoche für die Einheit der Christen findet Donnerstag, 31. Januar um 18:00 Uhr in der Pfarrkirche wieder ein ökumenischer Gottesdienst mit Pfr. Johann Baier und Pfr. Tobias Müller statt. Unter dem Motto "Mit Gott gehen" steht dieses Jahr insbesondere die unterste Bevölkerungsgruppe im indischen Kastensystem im Blickpunkt: die "Dalits". 

Die Kollekte in diesem Gottesdienst ist deshalb für ein Selbsthilfeprojekt für Frauen dieser Gruppe bestimmt. Nach dem Gottesdienst lädt der Pfarrgemeinderat bei Tee und kleinen Happen zu einer Begegnung auf dem Kirchplatz ein.

Bericht aus der Donau-Post vom 26. Januar 2013

Ausstellung würdigt den Brückenbau der Kirche

Informationen zum Zweiten Vatikanischen Konzil vom 14. bis 26. Februar im Pfarrheim

(jr) Vergleichbare Reformen in dieser Dimension hat es vorher nicht gegeben. Das Zweite Vatikanische Konzil, von Papst Johannes XXIII. am 11. Oktober 1962 eingeleitet und von Nachfolger Paul VI. am 8. Dezember 1965 vollendet, war ein Wendepunkt mit enormer Signalwirkung. Die Katholische Kirche schlug mit der endgültigen Aufgabe überholter Positionen eine Brücke zu den Völkern der Welt. „Diese Veränderungen waren der Aufbruch in eine neue Zeit“, ordnete PGR-Sprecher Josef Forster die Tragweite dieser Neuorientierung vor 50 Jahren ein, an die vom 14. bis 16. Februar eine Ausstellung im Pfarrheim erinnern wird.

„Aggiornamento“ war Auftrag, Anspruch und Programm dieses zukunftsweisenden Konzils in Rom: Vergegenwärtigung, Annäherung, Anpassung, Öffnung. Der Umfang der Ansatzpunkte war beträchtlich. Ein Ergebnis der vier Sitzungsperioden, die sich über drei Jahre erstreckten, war die zeitgemäße Liturgie. Messen wurden nicht mehr lateinisch gelesen, sondern in der Landessprache des Volkes. Zudem entstanden neue Berufsbilder wie der Gemeindereferent und der Pastoralassistent. Die Korrekturen, die nicht zuletzt die Erkenntnisse der Geschichtsforschung stärker berücksichtigten, regelten im Wesentlichen das Verhältnis der Katholischen Kirche zum Staat und zu anderen Glaubensgemeinschaften. Ein Dekret räumte das Recht auf Religionsfreiheit ein und bekräftigte die Abkehr vom Absolutheits- und Heilsanspruch der allein wahren Kirche, wonach alle staatlichen und gesellschaftlichen Instanzen nach den Grundsätzen dieser Institution handeln mussten.

„Treibende Kräfte“

In diesem Werk des Normenwandels und der erkennbaren Bemühungen um Integration wurde überhaupt erst die Anerkennung der Menschenrechte aufgenommen, wie Josef Forster bekräftigte, für den die deutschen Kardinäle Frings und Döpfner sowie der Jesuit Augustin Bea damals „treibende Kräfte“ bei dieser Bewegung zur umfassenden geistigen und programmatischen Erneuerung waren, die vor allem das Tor zur Ökumene öffnete. „Es war schon erstaunlich, dass die 2 500 Konzilsväter bei ihren Beratungen und Abstimmungen immer einen breiten Konsens gefunden haben“, bemerkte Josef Forster mit dem Hinweis, dass diese substanziellen Wegweiser gleichwohl nicht unumstritten waren. Bedenken bestanden sowohl unter den Geistlichen, die sich den traditionellen Ideologien und Einstellungen verbunden und verpflichtet wussten, als auch in Teilen der Bevölkerung. Kritiker beanstandeten in erster Linie, dass sich die Kirche mit diesem vermeintlichen Fortschritt nur dem Zeitgeist unterworfen habe.

Zuversicht stärken

15 Schautafeln und zahlreiche Informationsdokumente bilden den Rahmen dieser Wanderausstellung mit dem Titel „50 Jahre Zweites Vatikanisches Konzil – Hoffnung für Kirche und Welt heute“, die in Zusammenarbeit mit der Katholischen Erwachsenenbildung im Bistum Regensburg, der Landjugendbewegung Bayern und des Diözesanrates München-Freising ein herausragendes Kapitel in der Kirchengeschichte darstellt und erläutert.

Am Donnerstag, 14. Februar, wird diese informative Dokumentation mit Filmecke, Quiz und der „Bar Jona“, die im östlichen Landkreis nur in Wörth zu sehen ist, um 19 Uhr von der Regensburger DiplomTheologin Beate Eichinger eröffnet. Die „Intensivwoche Konzil“ mit Beginn der Fastenzeit bereichert die Pfarrei außerdem mit begleitenden Veranstaltungen (siehe Kasten), an denen alle Interessenten teilnehmen können. Das Ziel, so stellt der Pfarrgemeinderat fest, sei vor allem auch die Vermittlung der Glaubenszuversicht, die von diesem Ereignis ausgegangen ist.

Schwere Zeiten...

Die Stärkung dieser Glaubenszuversicht erscheint ihm in Anbetracht der aktuellen Entwicklungen geboten. Viel zu viele Menschen kehren der Kirche den Rücken und wenden sich ab von den Glaubenslehren, von den theologischen Werten und Prinzipien einer Institution, die vor allem die Jugendlichen nicht mehr erreichen und deren Ansehen die Missbrauchsfälle oder zuletzt die Abweisung der vergewaltigten Frau in Katholischen Kliniken schweren Schaden genommen hat. „Es sind schwere Zeiten für die Kirche“, so der PGR-Sprecher, „ein Drittes Vatikanisches Konzil mit der Belebung der Ideen und Ideale der Kirche würde vielleicht Sinn machen.“

Werbung für die Wanderausstellung, die am 14. Februar in Wörth eröffnet wird: PGR-Sprecher Josef Forster bereitet mit den kirchlichen Verbänden und der KEB Regensburg eine Dokumentation vor, die sich mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil vor 50 Jahren beschäftigt. Foto: Raith

Bericht aus der Donau-Post vom 24. Januar 2013

Pfarrei hat neuen Kirchenpfleger

(jr) Wechsel in einem wichtigen Ehrenamt der Pfarrei! Ekkehard Hollschwandner ist neuer Kirchenpfleger. Der 49 jährige Finanzbeamte, der bei der Kirchenverwaltungswahl am 17. und 18. November mit 157 Stimmen die Tabelle der Bewerber angeführt hatte, löst Oskar Gritschmeier ab, der diese Pflichten während der letzten vier Perioden engagiert, gewissenhaft und mit spürbarem Eifer erfüllt hatte. Für diese bemerkenswerte Leistung in den letzten 24 Jahren verdiente er sich bei der konstituierenden Sitzung am Dienstag im Pfarrheim den Respekt von Pfarrer Johann Baier und des gesamten Gremiums. Dank und Anerkennung gebührte auch Christa Alisade, die aus dieser Gruppe ausgeschieden ist.

Ekkehard Hollschwandner hat mit der Übernahme dieses Dienstes den Radius seiner ehrenamtlichen Aufgaben nochmals erweitert. In diesem Verzeichnis stehen insbesondere sein Engagement als Stadtrat und Vorsitzender der Überparteilichen Freien Wählergemeinschaft (ÜWG), als Darsteller bei der Kolping-Theaterbühne, Leiter der TSV-Tennisabteilung und Lektor bei den Gottesdiensten am Wochenende.

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