Pfarrei St. Petrus

Wörth a. d. Donau


„Dem Himmel ein Stück näher“

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Wörth. Eine Tradition der KAB Regensburg-Land über viele Jahre ist der Besuch der KAB-Messe an der Kampenwand. Eine Gruppe von über 50 Pilgern hat sich am Sonntag auf den Weg in die Bayerischen Alpen gemacht. Über München führte die Fahrt zur Talstation der Bergbahn in Aschau. Ein herrlicher Spätsommertag mit einem weiß-blauen Himmel erwartete die Gruppe. Direkt am Fuß des Kampenwandmassivs feierte man mit einigen hundert Gleichgesinnten aus dem Verband der Diözese München-Freising gemeinsam Gottesdienst. Eine Bläsergruppe begleitete die Messfeier mit feierlicher Kirchenmusik. Grundgedanke dieses Treffens war eine Aussage des Sonntagsevangeliums: Sei Mahner, wenn dein Bruder falsch handelt. Diese Position macht sich die KAB stets zu eigen, wenn sie auf die wachsende Schere der Einkommen zwischen Arm und Reich hinweist, wenn sie die Ausbeutung der Erde anprangert, wenn sie anmahnt, soziale Gerechtigkeit zu schaffen. Wer aber vor all den Missständen die Augen verschließt, macht sich selber mitschuldig, sagt die Textstelle des Neuen Testaments. Dabei muss Kritik mit Bestimmtheit, aber auch mit aller Liebe angebracht werden. So bauen wir mit Gott an seinem Reich und einer besseren, menschlicheren Welt. Mit dem Lied „Großer Gott, wir loben dich“ schloss ein beeindruckender Gottesdienst, der der Seele Flügel verleihen konnte. Den Nachmittag nutzen viele Mitreisende zu einer Wanderung um die Kampenwand oder zum Rückweg zu Fuß nach Aschau.


„Crystal ist nicht unser größtes Problem“

Drogenexperte der Kripo Regensburg hält Vortrag bei Jugendrotkreuz und KLJB

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Marihuana macht seelisch abhängig und bringt Jugendliche früh in Kontakt mit Drogendealern. Wie gefährlich die angeblich „weiche Droge“ tatsächlich ist, erfuhren Jugendrotkreuz und KLJB am Freitag. (Foto: nop)

Wörth. (nop) „Willst du mit mir Drogen nehmen ?“ heißt einer der großen Hits dieses Sommers. In den Diskotheken und teils sogar auf Vereinsfeiern kann fast jeder mitsingen, wenn der Rapper „Alligatoah“ aufruft: „Komm, wir gehn zusamm’ den Bach runter!“ Für die Leiter von Jugendgruppen, die auf Parties und Festen nicht nur für die Sicherheit ihrer Schützlinge verantwortlich sind, ist es daher extrem wichtig erkennen zu können, wer solche Texte vielleicht etwas zu wörtlich nimmt.

Jakob Weikl vom Jugendrotkreuz und Felix Gritschmeier von der KLJB haben sich deshalb am Freitagabend den Leiter des Drogendezernats der Kriminalpolizei, Peter Eisenreich, als Referenten in den Wörther Pfarrsaal eingeladen. Nicht nur zeigte er den etwa 25 Zuhörern, welche verschiedenen illegalen Wirkstoffe in welcher Form auf dem Markt kursieren und welche Symptome sie hervorrufen.

Marihuana ist einfach brutal

Aus seiner reichen Arbeitserfahrung schilderte er auch, welchen Verlauf „typische Drogenkarrieren“ nehmen und wie man etwa aus dem Sozialverhalten eines Jugendlichen ablesen kann, dass er ein Suchtproblem haben könnte.

Überraschend mag hierbei klingen, dass die sogenannte „Crystal-Welle gar nicht unser größtes Problem“ ist. „Uns macht das immer stärkere Marihuana viel mehr Sorgen.“ Marihuana ist nach wie vor der einfachste Einstieg in die Welt der verbotenen Rauschmittel. Gerne verharmlost, oft sogar verherrlicht, seien sich die wenigsten bewusst, „dass sich durch moderne Zucht- und Anbaumethoden der Wirkstoffgehalt in den letzten Jahren vervielfacht“ habe. Das „Gras“ sei momentan „einfach brutal“.

Wenn es mal kein Gras gibt

Der Wirkstoff THC erzeuge so immer rascher eine seelische Abhängigkeit vom Rauschzustand, was Eisenreich mit rasant steigenden Fallzahlen belegen kann. „Die Medien pushen trotzdem das Thema Crystal so sehr, dass das eigentliche Problem darin untergeht.“ Denn: gibt es mal kein Gras, bieten die Dealer den Kunden eben etwas anderes an, seien es synthetische oder andere harte Drogen. Und wer davon einmal süchtig geworden ist, nimmt so ziemlich alles: „90 Prozent der späteren Heroinabhängigen haben mit Marihuana angefangen“, weiß Eisenreich.

Für den nüchternen Statistiker ist und bleibt Heroin, umgangssprachlich „Aitsch“ vom englischen „H“, der Killer nummer eins: „Von unseren Drogentoten sind bisher nur zwei an Crystal gestorben.“

Nur die Spitze des Eisbergs

Eisenreich hat mit seinen neun Kollegen immerhin den Überblick über die Landkreise Cham und Neumarkt sowie über Stadt und Landkreis Regensburg mit insgesamt 600 000 Einwohnern.

Im Schnitt bearbeiten die Kriminaler des Kommissariats IV jährlich etwa 2 500 Fälle. Eine Zahl, die laut Eisenreich wohl nur die Spitze eines Eisbergs abbildet: „Wären wir doppelt so viele Beamte, hätten wir wahrscheinlich auch doppelt so viele Fälle.“ In dieser relativen Sicherheit gelingt es den Drogenhändlern fast immer irgendwie, den Markt zu bedienen. Polizeibekannt werden so vor allem die Drogenabhängigen in der Regel durch die Beschaffungskriminalität. Während Marihuana nämlich vergleichsweise billig ist, schlägt ein Konsum von knapp einem Gramm Heroin oder Speed pro Tag mit Kosten von über 2 000 Euro im Monat zu Buche.

Selber mit Drogen zu handeln, also mobil zu sein, Kontakte zu pflegen und Termine einzuhalten, scheidet meist aus ganz handfesten Gründen aus: „Arbeiten kann man da in der Regel schon lange nicht mehr. Auch das Handy der Schwester oder der Fernseher der Eltern sind dann meist schon weg. Früher oder später bleibt nur der Weg des Diebstahls.“

Hehler zahlen zehn Prozent

Von Kollegen weiß Eisenreich, dass es „für ein gestohlenes Mountainbike ein Gramm Stoff“ gibt. Allgemein könne man davon ausgehen, dass Hehler etwa zehn bis 15 Prozent des Diebstahlswertes auszahlen, also für eine Flasche Parfüm fünf bis zehn Euro. Damit die überwiegend männlichen Suchtkranken nicht zu sehr unter ihren Entzugserscheinungen leiden, müssen sie entsprechend viel stehlen.

Auswege für diese Kriminellen sieht Eisenreich nur wenige. „Es ist tatsächlich meist so, dass einer ganz unten ankommen muss, um einzusehen, dass er Hilfe braucht.“ Bei ein paar von denen reiche die Erfahrung einer Haftstrafe und eines Entzugs. Viele würden aber wieder und wieder rückfällig, sind irgendwann so etwas wie Stammkunden bei Eisenreich und seinen Kollegen. Von den 16 Drogentoten in der vergangenen Saison, wie eigentlich jedes Jahr, setzten sich die meisten ihren „goldenen Schuss“ kurz nach einer Haftentlassung oder einem Klinikaufenthalt: „Der Körper ist geschwächt und entwöhnt und verträgt den Stoff dann nicht mehr.“


Beifall und aufrichtiger Dank für Pater Jerome zum Abschied

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Wörth. (jr) Bei den Gottesdiensten am Samstag und Sonntag gehörten ihm der anerkennende Beifall und aufrichtige Dank der Pfarrgemeinde. Zuspruch und Wertschätzung hat sich Pater Jerome Mariadhasan auch redlich verdient, der in den vergangenen vier Wochen als Urlaubsvertreter von Pfarrer Johann Baier das Wort Gottes verkündet und die Menschen begleitet hatte. Der 37-jährige Geistliche aus Indien nahm mit dem guten Gefühl und der Überzeugung Abschied, dass ihm Wörth und die Bewohner näher und vertrauter geworden sind, dass er Freunde für das Leben gefunden hat und immer willkommen ist. „Er hat mit seinem Humor, seiner kräftigen Stimme und seinem guten Deutsch die Herzen der Bevölkerung erreicht“, bestätigte PGR-Sprecher Karl Baur, der sich mit einer finanziellen Spende für die engagierte Seelsorge, für Aufgeschlossenheit und Wohlwollen bedankte. Pater Jerome wird die nächsten Monate wieder in Münster verbringen, wo er sein Soziologiestudium mit der Doktorarbeit abschließen möchte. Für diese große Aufgabe galten dem sympathischen Geistlichen die besten Wünsche von Karl Baur (links im Bild) und des Kirchenverwaltungsvorsitzenden Ekkehard Hollschwandner (rechts).

Ziemlich sicher ist schon jetzt das Wiedersehen im August 2015. Pater Jerome wird bei seinem nächsten Aufenthalt mit den Vertretern der Pfarrei einen indischen Abend organisieren, bei dem er seine Heimat, den Alltag im Kloster, die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklungen, die sozialen Strukturen sowie die Lebensumstände in seinem Land mit der tiefen Kluft zwischen steinreichen und mittellosen Menschen vorstellen wird. Vielleicht, so seine Hoffnung, gelingt auch in Wörth der Aufbau einer partnerschaftlichen Verbindung. Pfatter könnte in der Hinsicht Beispiel und Vorbild sein. Foto: Raith


Pater Jerome Mariadhasan übernimmt Vertretung

Bereits im Vorjahr im Seelsorgedienst in Wörth tätig – Pfarrer Johann Baier im August im Urlaub

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Pater Jerome Mariadhasan lebt seit drei Jahren in Deutschland und freut sich sehr, wieder die Vertretung von Pfarrer Baier übernehmen zu können.

Wörth. Er ist kein Unbekannter in der Pfarrgemeinde Wörth, Pater Jerome Mariadhasan. Bereits im Vorjahr hatte der indische Geistliche die Urlaubsvertretung von Pfarrer Johann Baier übernommen. Auch heuer wird er im August den Stadtpfarrer im Urlaub vertreten und bis zum 1. September den Seelsorgedienst übernehmen.

„In diesem Jahr finde ich mich leichter zurecht, voriges Jahr war mir noch alles unbekannt und ich hatte vor Taufen und Beerdigungen noch Herzklopfen“, sagt der sympathische Priester, der am 7. September 1976 in Kanyakumari/Südindien geboren wurde und noch drei Brüder und eine Schwester hat. Sein Vater und seine Brüder sind Fischer. „Im Juli war noch Schonzeit für die Fische, aber ab 1. August darf dort wieder gefischt werden und meine Familie kann wieder ihrem Beruf nachgehen und sich ihren Lebensunterhalt verdienen“, erzählt er. Am 24. Dezember 2004 wurde sein Elternhaus von der Tsunami-Flutwelle zerstört. 68 Menschen verloren in seinem Heimatort damals das Leben. „Es war eine schwierige Zeit für unsere Familie.“

Kanyakumari ist eine Provinz in Tamil Nadu. Seit Franz Xaver hier ab 1541 missioniert hat, sind die Menschen dort Christen, 60 Prozent der Bevölkerung. In seinem Heimatort leben ausschließlich Katholiken. Mit 15 Jahren trat Pater Jerome in die Pallottiner-Ordensgemeinschaft ein, absolvierte das Studium der Philosophie und Theologie, wurde 2005 zum Priester geweiht und studierte anschließend Sozialpädagogik in Madurai. Drei Jahre wirkte er als Pfarrer in einer Pfarrei in Mumbai. Seit drei Jahren lebt er nun in Deutschland und arbeitet an der Universität Münster an seiner Doktorarbeit in Soziologie über die in Deutschland lebenden Tamilen, die er auch seelsorglich betreut. Nach Abschluss seiner Studien will er nach Indien zurückkehren und in seiner Heimat ein Zentrum für arme Frauen und Kinder gründen. „In Münster, wo ich studiere, hatten wir die letzten Tage 36 Grad Hitze, bis heftige Unwetter die Stadt unter Wasser setzten“, erzählt Pater Jerome, der hohe Temperaturen gewohnt ist. „In meiner Heimat haben wir im Winter 32 Grad, im Sommer kann es bis zu 55 Grad heiß werden.“

Zum zweiten Mal übernimmt Pater Jerome Mariadhasan nun die Urlaubsvertretung von Pfarrer Baier und hat sich schon das ganze Jahr darauf gefreut. „Mit Pfarrer Baier habe ich ständig Kontakt per Telefon oder E-Mail und auch andere, mir schon aus dem Vorjahr bekannte Wörther habe ich zwischendurch immer wieder mal angerufen.“

Bis zum 1. September wird Pater Jerome Mariadhasan Pfarrer Baier vertreten. Er ist über die Pfarramtsnummer 0 94 82 / 17 07 oder 01 76 /84 88 36 05 telefonisch erreichbar und persönlich im Pfarramt, Sandmüllerwiese 11, anzutreffen. „Ich freue mich auf die Zeit in Wörth und grüße Sie alle recht herzlich“, sagt der 38-jährige Priester, der gern auch persönliche Einladungen annimmt und heuer unbedingt auch das Straubinger Gäubodenvolksfest besuchen will.


Schifffahrt war ein Erlebnis für die Senioren

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Wörth. (hs) Am Mittwoch unternahmen die Senioren der Pfarrei mit der „Kristall-Prinzessin“, die kleinere Schwester der „Kristallkönigin“, bei besten Wetterverhältnissen eine herrliche Erlebnisrundfahrt von Regensburg zur Walhalla nach Donaustauf und zurück in den Heimathafen. Im Kreis der 50 Teilnehmer (unser Bild) befand sich auch eine Abordnung der Heimbewohner von „Pro Seniore“. Ein traumhaftes Ambiente an Bord erwartete die Gruppe beim knapp zweistündigen Aufenthalt an Bord. Bei Speis und Trank und bester Unterhaltung war diese Schifffahrt auf der Donau ein wunderschöner Nachmittag, den die Senioren sichtlich genossen. Bereits am kommenden Dienstag steht ab 12 Uhr das Sommerfest bei „Pro Seniore“ auf dem Veranstaltungsprogramm, wobei man gemeinsam mit den Heimbewohnern einen schönen Sommertag mit Musik und einer Grillparty verbinden wird. Dazu fährt der Shuttle-Bus an den bekannten Haltestellen in Wörth und Oberachdorf zum Schloss.

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