Pfarrei St. Petrus

Wörth a. d. Donau


60 Millionen Menschen zurzeit auf der Flucht

Pfarrer Johann Baier: Kirche besonders gefordert – Aus der KAB-Jahreshauptversammlung

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Pfarrer Johann Baier, Kreszenz Lohmeier-Bauer, Erna Glück vom KAB-Kreisverband, die neuen KAB-Mitglieder und Vorsitzende Hildegard Schindler, von links. (Foto: Seppenhauser)

Wörth. (hs) Am Freitag fand im Pfarrheim die Jahreshauptversammlung der KAB Wörth statt. Vorangegangen war ein Gottesdienst mit Pfarrer Johann Baier und Pfarrer i.R. Lorenz Schnitt in der Pfarrkirche St. Petrus.

Nach der Bekanntgabe der Tagesordnung begrüßte Vorsitzende Hildegard Schindler die anwesenden KAB-Mitglieder. Ein besonderer Gruß galt Präses Pfarrer Johann Baier und Frau Erna Glück vom KAB-Kreisverband.

Anschließend gedachte man der verstorbenen Mitglieder Maria Hubmacher, Franziska Deml und Ludwig Stadlbauer. In einem Wortbeitrag betonte Pfarrer Johann Baier, in einem Jahresfest schaue man zurück, was im vergangenen Jahr so alles passiert sei. In der Politik sei die Welt aus den Fugen geraten. Man könne es überall lesen und sehen. Entsprechende Nachrichten betreffen unter anderem den Nahen Osten, Syrien und Irak sowie Afrika. Viele Flüchtlinge, Familien mit Kindern hätten Angst um ihr Leben und suchten Zuflucht in Europa. Für Flüchtlinge aus Afrika sei oft schon das Mittelmeer Endstation. Dies sei eine große Tragödie für diese Menschen dort, die das rettende Ufer in Italien nicht erreichten. Das Mittelmeer sei ein unüberwindbares Hindernis und scheine ein Massengrab zu werden. Die Christenverfolgung im Nahen Osten mit grausamen Folgen zwinge diese verzweifelten Menschen zur Flucht. 60 Millionen seien derzeit auf der Flucht. Asylsuchenden Flüchtlingen die Gastfreundschaft anbieten, hier sei besonders die Kirche, aber auch die KAB gefordert, in Wort und Gebet das Gerechte zu tun.

„Wie kann man diesen Menschen helfen ?“ fragte der Priester. Hier seien die Kontakte besonders mit Christen aus dem Irak sehr gut gewesen. Sie waren in der Stadt bei Sprachkursen, bei Festen und in den örtlichen Vereinen mit eingebunden. Viel sei davon nicht geblieben. Heute leben im engsten Raum im Gasthof Rosenhof 131 Personen, davon 31 Kinder und Jugendliche aus den verschiedensten Ländern. Eine Kontaktaufnahme mit diesen Asylbewerbern scheitere oft schon an der Sprache. Dennoch, auch Jesus sei ein Flüchtlingskind gewesen, dies wahr zu nehmen und nicht wegzuschauen sei eine große Aufgabe in unserer Gesellschaft, auch für die KAB. Pfarrer Baier dankte allen aktiven Mitgliedern und der rührigen Vorstandschaft, die immer neue Impulse in der Stadt geben, für die gute Zusammenarbeit auch mit der KLJB. Neu aufgenommen in die KAB Gemeinschaft wurden Christiane Pedolzky, Silvia und Josef Schmidbauer, Janin Schambeck.

Mitglieder sehr aktiv

Vorsitzende Hildegard Schindler, die auch mit Ilse Gerstlberger im Asyl-Arbeitskreis tätig ist, dankte in ihrem Bericht der Vorstandschaft und den Mitgliedern für den unglaublich guten Einsatz bei den Veranstaltungen.

Schriftführerin Kreszenz Lohmeier-Bauer berichtete von den vielen Aktivitäten der KAB in Wörth im abgelaufenen Jahr. Schwerpunkte der Arbeit waren folgende Themen: das Grundeinkommen, Familienarbeit, Rente Heute und in Zukunft. Diese Anliegen waren auch wichtige Themen beim 99. Katholikentag in Regensburg und kamen dabei deutlich zur Aussprache. Wichtig sei es auch im gesellschaftlichen Leben in der Stadt einen großen Anteil zu haben. Große Ziele der KAB seien, die gute Zusammenarbeit mit der KLJB fortzusetzen, gute Arbeit im sozialen und auch im gesellschaftlichen Teil zu leisten sowie das Miteinander der Generationen zu stärken. Die Spielzeug- und Kleiderbörse werde weiterhin stattfinden.

Erika Fink trug den ausführlichen und detaillierten Kassenbericht vor und ihr wurden von den beiden Kassenprüfern eine klare und gute Kassenführung bescheinigt. Die Entlastung erfolgte einstimmig.

Silyia Schmidbauer berichtete in Kurzform über den Kinderbetreuungsdienst an den Freitagen in der Zeit von 8 bis 12 Uhr, der gut angenommen wird.

Wichtiges Aufgabenfeld

Erna Glück vom KAB-Kreisverband Regensburg sieht in ihrem Gastbeitrag das „Alter als Chance für ein sinnerfülltes Leben“. Der Anteil älterer Menschen in der Gesellschaft und in der KAB nimmt zu. Ihre Erfahrungen mit einzubringen, Anregungen zu geben sieht die Rentnerin aus Zeitlarn als eine große Chance, die ältere Generation aktiv in der Gesellschaft mit einzubinden. Hier liege ein wichtiges Aufgabenfeld vor und ist eine große Chance organisierter, verbandlicher Seniorenarbeit. Dem Leitbild „Mitwirken statt zuschauen, einbeziehen statt ausschließen“ komme immer mehr Bedeutung zu. Mit dem KAB-Lied ging die Jahreshauptversammlung zu Ende.

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