Pfarrei St. Petrus

Wörth a. d. Donau


Frauen gönnten sich ein paar ruhige Stunden

Gemeindereferentin Maria Handwerker gestaltete Einkehrtag – Zeit zum Nachdenken

45b1cb18-7dec-4450-8b60-a45e7f5ebc02!
Gemeindereferentin Maria Handwerker begeisterte die Frauen mit ihrem Programm. (Foto: Meilinger)

Wiesent. (ms) „Marta, Marta! Du machst dir viele Sorgen und Mühen. Aber nur eines ist notwendig: Maria hat den guten Teil gewählt, der soll ihr nicht genommen werden“ – diese Stelle aus dem Lukasevangelium war Ausgangspunkt für Diskussionen und Erläuterungen beim Einkehrtag des Frauenbundes. Gemeindereferentin Maria Handwerker referierte am Samstag im Bildungshaus Hermannsberg und brachte den Teilnehmerinnen neue Interpretationen des Bibeltextes näher.

Sich einen Tag Ruhe, Entspannung und Zeit zum Nachdenken gönnen, das ist das Ziel des Einkehrtages, den die beiden Verbände Wiesent und Wörth jährlich anbieten. Dabei wechseln sich die Zweigvereine ab und bieten stets ein ansprechendes Programm. Dieses Jahr richteten die Wiesenter Vorsitzende Elisabeth Gleißner und ihr Team die Veranstaltung aus.

Mit einem gemeinsamen Lied begannen die Frauen den gemütlichen Tag. Als Moderatorin konnte man Maria Handwerker gewinnen, die seit letztem Jahr die Pfarreien Wörth und Wiesent als Gemeindereferentin betreut. Mit „Maria und Marta - Aitz sitz de endlich her“ wählte man ein Thema, mit dem sich die Mitglieder identifizieren konnten. Zuerst forderte Handwerker die Frauen auf, ein Haus zu zeichnen, in denen Räume mit verschiedenen Tätigkeiten aus dem eigenen Leben gefüllt werden sollten: Wo stecken die Prioritäten? Wie verläuft der Alltag? Familie, Haushalt, Ehrenamt, Hobby oder Arbeit – dies alles erhielt einen Platz.

Jesus bei Maria und Marta

Die Referentin ging schließlich auf den Text „Jesus bei Maria und Marta“ ein. Marta lud Jesus in ihr Haus und war ganz in Anspruch genommen von der Sorge um dessen leibliches Wohl. Währenddessen saß ihre Schwester Maria dem Gottessohn zu Füßen und lauschte seinen Worten. „Herr, kümmert es dich nicht, dass meine Schwester die ganze Arbeit mir alleine überlässt?“, brachte Marta ihren Unmut zum Ausdruck. „Geht es uns nicht auch manchmal so? Wird unsere Hausarbeit vom Ehemann und der Familie oft nicht geschätzt?“, fragte Handwerker.

In Zweiergruppen erörterten die Frauen den Text und versuchten, sich in Marta und Maria hineinzuversetzen. „Man soll nicht immer nur die Pflichten erfüllen, sondern auch einmal das machen, was einem Freude bereitet“, zog Handwerker ein Fazit aus den Beiträgen. Zudem sei es wichtig, die Schuld für die eigene Unzufriedenheit nicht bei anderen zu suchen, sondern zu überlegen: „Wie kann ich es anders, besser machen?“

„Das Leben gestalten“

Durch ihre sympathische und offene Art sorgte Handwerker für abwechslungsreiche Stunden, an denen sich alle aktiv beteiligen konnten. Zwischen den einzelnen Abschnitten wurden immer wieder rhythmische Lieder aus dem Cantero gesungen und auch Pausen waren eingeplant. Nach dem Mittagessen bot sich die Möglichkeit zum Beichtgespräch mit Pfarrer Franz Matok und Pfarrer Lorenz Schnitt.Auch für einen Spaziergang auf dem idyllischen Gelände stand Zeit zur Verfügung. Mit einem Gedicht von Christa Peikert-Flaspöhler, in dem es heißt: „Gott hat uns nicht zu Puppen bestimmt im Marionettenspiel. Das Leben gestalten und tragen, die eigenen Schritte wagen“, wurde die Nachmittagseinheit beschlossen und man feierte gemeinsam mit Pfarrer Matok einen Gottesdienst.

Zum Abschluss saß die Gruppe noch gemütlich bei Kaffee und Kuchen zusammen und freute sich, einen schönen Tag in netter Gesellschaft und mit guter Bewirtung verbracht zu haben.

Aktuelle Seite: Home Kirchliche Vereine Katholischer Frauenbund Aktuelles Frauen gönnten sich ein paar ruhige Stunden
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok