Pfarrei St. Petrus

Wörth a. d. Donau


Ein Meilenstein im Leben von Pfarrer Schnitt

Der tüchtige Arbeiter im Weinberg des Herrn feiert am Sonntag goldenes Priesterjubiläum

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Ein vorbildlicher Seelsorger, der den Glauben vorlebt und überzeugend vertritt: Ruhestandspfarrer Lorenz Schnitt feiert am kommenden Sonntag mit der Pfarrgemeinde sein 50-jähriges Priesterjubiläum. Archivfoto: Raith

Wörth. (jr) Seine Kraftquelle, so scheint es, trocknet nicht aus. Noch mit 76 verkündet Ruhestandsgeistlicher Lorenz Schnitt das Wort Gottes, feiert das Messopfer in Wörth, in seiner früheren Pfarrei Rettenbach, in Arrach, oder auch mit den Senioren, die er bei den Tagesfahrten mittlerweile gerne begleitet. Er ist zur Stelle, wann und wo er gebraucht wird. Und er ist Stadtpfarrer Johann Baier eine starke Stütze, die trägt und hält. Er ist die Zuverlässigkeit in Person, gewissenhaft, pflichtbewusst, beharrlich, konsequent. Es ist Zeit Vergelt’s Gott zu sagen. Eine gute Gelegenheit bietet sich am Sonntag beim Pfarrpatrozinium mit dem Festgottesdienst zu seinem goldenen Priesterjubiläum, das ein Meilenstein in seinem langen Wirken ist.

Ansehen, Achtung und hohe Sympathiewerte bekommt keiner geschenkt. Der Bonus der spürbaren Wertschätzung und des großen Vertrauens will erworben werden. Menschliche Qualitäten ermöglichen diese Vorteile, sie öffnen die Türen zu den Menschen: Fleiß und Freundlichkeit, Bodenständigkeit und Bescheidenheit. Hervorragende Eigenschaften, die Pfarrer Lorenz Schnitt auszeichnen. Er ist authentisch geblieben: unverfälscht, unverwechselbar, geradlinig, gutmütig und charakterfest, ruhig und besonnen, aufrichtig, aufgeschlossen, aufmerksam. Jeder kann sich an ihn wenden, allen ist er ein vertrauenswürdiger Ratgeber, keiner wird abgewiesen.

Die Seelsorge liegt ihm am Herzen, sie prägt sein beispielgebendes Engagement im Weinberg des Herrn von Anfang an, sie ist bis zur Gegenwart Teil seines Wesens geblieben. Nur nicht locker lassen, das ist seine Devise, das ist der rote Faden, an den er sich hält. Das Alter, das gleichwohl seinen Tribut fordert und immer deutlicher die Grenzen der Belastbarkeit aufzeigt, hindert ihn nicht an der Ausübung seines priesterlichen Dienstes. Der Bischöflich Geistliche Rat will die Gemeinde begleiten, er will Beistand leisten und dem Nächsten nahe sein, solange es die Gesundheit zulässt, solange keine Krankheit den gewohnten Rhythmus unterbricht.

Aufrichtige Dankbarkeit

Mit 76 Jahren beanspruchen aber auch die Erinnerungen immer mehr Raum. Ein großes Ereignis mit hohem Stellenwert belebt die Vergangenheit besonders. Und sie verbinden sich – bei dem am 11. Juni 1938 in Weihern geborenen Jubilar ganz sicher – mit einem tiefen Gefühl aufrichtiger Dankbarkeit. Sie gebührt bestimmt dem Elternhaus, in dem er behütet aufgewachsen und zu einem bekennenden Christen geworden ist. Mutter und Vater, der als fürstlicher Revierförster Wild und Wald gepflegt hat, verdienen in der Rückblende allen Respekt, die drei Brüder und ihre Familien, die ihm wichtig und wertvoll sind, die Pädagogen und Priester im Bischöflichen Seminar Straubing, die ihn ausgebildet, geformt, gefördert und seine religiöse Überzeugung gestärkt haben. 1958 legte der eifrige und ehrgeizige Gymnasiast das Abitur ab. Nächste Station war Regensburg. In zwölf Semestern widmete er sich konzentriert dem Studium der Theologie.

Am Ziel...

Am 29. Juni 1964 war auch dieser Abschnitt abgeschlossen. Er war am Ziel. Bischof Manfred Graber spendete im Regensburger Dom die Priesterweihe. 33 junge Hoffnungsträger der Kirche wurden damals in das Leben geschickt, in die Städte und Gemeinden, um das Wort Gottes zu verkünden und die Sakramente zu spenden, um den Glaubensbezug zu festigen und sich der Menschen anzunehmen. Mehr Weihekandidaten sollte es nicht mehr geben. Primiz gefeiert wurde am 4. Juli in Wörth mit Pfarrer Seidl, dem Hofdorfer Expositus Josef Preßl und einer großen Gemeinde, die mit ihm Freude und Glück teilten.

Lorenz Schnitt fand treue Freunde in den Ortschaften, in denen er wirkte: in Vohenstrauß (1964 bis 1970), in der Pfarrei „St. Joseph“ Straubing (1970 bis 1974), in Deuerling (1974 bis 1986), vor allem in Rettenbach und Arrach, wo er 22 lange Jahre die Bevölkerung durch das Leben begleitete. Den Abschied im August 2008 erleichterte vor allem die Erwartung, dass die unbeschwerte Zeit der Entspannung folgen wird, ein Ruhestand in Wörth frei von Verantwortung, von Verpflichtungen, vom ständigen Termindruck, weitgehend zumindest.

Anstrengender Unruhestand

Aber es kommt eben immer anders als man denkt. Auf ihn wartete ein anstrengender Unruhestand. Stadtpfarrer Hanglberger musste wegen einer Krankheit lange ersetzt werden. Und wieder war er bereit. In dieser denkbar schwierigen Phase zwischen Februar und Ende August 2011 lag die komplette Last der Aufgaben auf den Schultern des alten Pfarradministrators.

Es sollte nicht die letzte Herausforderung bleiben, die er mit Bravour bewältigte. Zwischen März und September 2012 musste Pfarrer Baier ersetzt werden. Auch ihn zwang eine Krankheit zu einer längeren Pause.

Der Geistliche – das steht fest – hat viel erlebt und noch mehr geleistet, mehr als vertretbar war und einem Senior zugemutet werden dürfte. Vor dieser Hingabe, vor dieser Hilfsbereitschaft und Einstellung ist der Hut zu ziehen. Er hat sich um die Pfarrei verdient gemacht. Zum Ehrentag kann sich die Heimatzeitung den Gratulanten nur anschließen und Gottes Segen, Gesundheit und eine angenehme Zukunft wünschen. Und vor allem schöne Feierstunden – auf den Tag genau fünf Jahrzehnte nach der Priesterweihe. Ad multos annos, Herr Pfarrer.


Festliche Kirchenmusik

Drei Chöre gestalten Gottesdienst am Sonntag

Wörth. Ein besonderer Anlass verlangt nach einer besonderen musikalischen Gestaltung. Beim Festgottesdienst zum goldenen Priesterjubiläum von Pfarrer Lorenz Schnitt werden erstmals drei Chöre den Festgottesdienst gemeinsam gestalten. Für dieses Projekt haben der Jugendchor Donaustauf und die Kirchenchöre aus Donaustauf und Wörth zusammen geprobt und ein anspruchsvolles Programm erstellt. Die große Psalmvertonung „Jauchzet dem Herrn alle Welt“ von Mendelssohn leitet die Eucharistiefeier am Sonntag in der Pfarrkirche ein.

Die Motette „Singet dem Herrn ein neues Lied“ von Pachelbel ist für zwei eigenständige Chöre komponiert, die sich in rasantem Wechsel mit vielfältigen Echo- und Steigerungswirkungen gegenseitig ergänzen.

Und tatsächlich werden auch ganz „neue Lieder“ erklingen: Das „Magnificat“ von Alan Wilson und das „Ubi Caritas“ von Audrey Snyder nehmen Elemente der Popmusik auf und so entstehen teils meditative, teils mitreißende Kompositionen. Delin Pai und Bernadette Kellermann werden mit der Violine noch eine ganz besondere Klangfarbe beisteuern – und haben teilweise virtuose Passagen zu bewältigen.

Sogar eine Uraufführung steht an: Max Rädlinger, Kirchenchorleiter in Donaustauf, hat mit seinem „Lobet den Herren“ ein rhythmisches Chorstück mit Ohrwurmcharakter komponiert. Zum Ein- und Auszug bilden ausgewählte Processionals für zwei Trompeten (Siegfried Hirtreiter und Andrea Dietlmeier), Pauke (Moritz Dietlmeier) und Orgel einen festlichen Rahmen.

Mit den Überchor-Kompositionen zu „Großer Gott wir loben dich“ und „Gegrüßet seist du Königin“ mit den drei Chören, Gemeinde, Bläsern, Streichern und Orgel wird schließlich das Maximum an Klangfülle erreicht. Diese Stücke werden bei einem Konzert in der Pfarrkirche „St. Michael“ Donaustauf am Sonntag, 6. Juli, um 14.15 Uhr nochmals zu hören sein.


Johannisfeuer der KLJB und der Kolpingsfamilie leuchtete in die Nacht hinein

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Wörth. (hs) Am Sonntag, dem Tag der kürzesten Nacht im Jahr, veranstaltete die Kolpingsfamilie erstmals gemeinsam mit der KLJB auf dem Herrnberg, nahe der Pestkapelle, die traditionelle Johannifeier. Das Warten auf das eigentliche Sonnwendfeuer hat sich gelohnt, Familien mit Kindern und viele Besucher hatten sich schon frühzeitig eingefunden, um gemeinsam diese Abendstunden im Freien zu genießen. Das Wetter spielte mit, für die musikalische Stimmung sorgten die „Gschwellbachtaler Musikanten“ mit ihrem Bandleader Manfred Feldmann. Für das leibliche Wohl der Gäste war bestens vorgesorgt. Dafür zeichneten erstmals die Mitglieder der KLJB verantwortlich, die für die Bewirtung der gut besuchten Veranstaltung schon einen bemerkenswert guten Einstand hatten. Für den Aufbau der Feuerstelle und die Organisation der Getränke und leckeren Grillspezialitäten sorgte die Kolpingsfamilie. Zu den Besuchern zählten auch Pfarrer i. R. Lorenz Schnitt und Gemeindereferentin Maria Handwerker. Schon vor der einbrechenden Dunkelheit entzündete Pfarrer Johann Baier das besonders von den vielen Kindern erwartete Johannifeuer. Nach den Fürbitten und Gebeten ging man zum unterhaltsamen Teil der Veranstaltung über. Für die feuergerechte Ordnung sorgte eine Abordnung der FFW Wörth unter der Leitung von Ralf Amann. – Unsere Bilder: Pfarrer Johann Baier segnete das Feuer. – Die „Gschwellbachtaler Musikanten“ sorgten für Stimmung. (Fotos: Seppenhauser)

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Johannisfeuer der KLJB und der Kolpingsfamilie leuchtete in die Nacht hinein

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Wörth. (hs) Am Sonntag, dem Tag der kürzesten Nacht im Jahr, veranstaltete die Kolpingsfamilie erstmals gemeinsam mit der KLJB auf dem Herrnberg, nahe der Pestkapelle, die traditionelle Johannifeier. Das Warten auf das eigentliche Sonnwendfeuer hat sich gelohnt, Familien mit Kindern und viele Besucher hatten sich schon frühzeitig eingefunden, um gemeinsam diese Abendstunden im Freien zu genießen. Das Wetter spielte mit, für die musikalische Stimmung sorgten die „Gschwellbachtaler Musikanten“ mit ihrem Bandleader Manfred Feldmann. Für das leibliche Wohl der Gäste war bestens vorgesorgt. Dafür zeichneten erstmals die Mitglieder der KLJB verantwortlich, die für die Bewirtung der gut besuchten Veranstaltung schon einen bemerkenswert guten Einstand hatten. Für den Aufbau der Feuerstelle und die Organisation der Getränke und leckeren Grillspezialitäten sorgte die Kolpingsfamilie. Zu den Besuchern zählten auch Pfarrer i. R. Lorenz Schnitt und Gemeindereferentin Maria Handwerker. Schon vor der einbrechenden Dunkelheit entzündete Pfarrer Johann Baier das besonders von den vielen Kindern erwartete Johannifeuer. Nach den Fürbitten und Gebeten ging man zum unterhaltsamen Teil der Veranstaltung über. Für die feuergerechte Ordnung sorgte eine Abordnung der FFW Wörth unter der Leitung von Ralf Amann. – Unsere Bilder: Pfarrer Johann Baier segnete das Feuer. – Die „Gschwellbachtaler Musikanten“ sorgten für Stimmung. (Fotos: Seppenhauser)

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Fronleichnamsprozession in Wörth wieder ein eindrucksvolles Glaubensfest

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Wörth. (jr) Die Stadt hat Eindruck gemacht. Birken und Fahnen schmückten am Donnerstag beim Fronleichnamsfest, dem eine große Glaubensgemeinschaft und viele fleißige Hände einen würdigen Rahmen gaben, zur Ehre Gottes die Straßen im Zentrum. Ein Gottesdienst, den Pfarrer Johann Baier zelebrierte, eröffnete die Feierstunden. „Glaube darf sich nicht in den Kirchenmauern einschließen. Er muss offen sein, er hört nicht vor der Kirchentür auf“, bezog sich der Geistliche auf das öffentliche Bekenntnis an diesem Festtag. Nach der Messe begleiteten bei der Prozession (links im Bild) die Fahnen- und Bannerabordnungen der Feuerwehren Wörth, Oberachdorf, Kiefenholz und Tiefenthal, der beiden Schützenvereine „1864“ und „Gilde“, des TSV und des Burschenvereins mit Mädchengruppe Kiefenholz sowie der kirchlichen Verbände KAB, Kolping, Frauenbund, Kommunionkinder, Stadt- und Pfarrgemeinderat das Allerheiligste zu den vier Altären bei den Familien Walchshäusl in der Taxisstraße, Fenzl am Petersplatz, Köbler in der Straubinger Straße und Schütz am Marktplatz. Musikalisch gestaltet wurden die Gebete bei den Stationen, wo der Priester das Evangelium verkündete, von den Musikfreunden und dem Kirchenchor. Zum Abschluss richtete der Seelsorger an alle Pfarrangehörigen Dank und Anerkennung, die sich bei der Vorbereitung des Festes engagiert haben. Ein „Vergelt‘s Gott“ verdienten sich die Frauen und Männer, die sich um Altarschmuck und die Blumenteppiche bemüht haben, die Stützpunktwehr Wörth, die wieder die Verkehrsabsicherung übernommen hat, die Lektoren mit Gemeindereferentin Maria Handwerker und die Bewohner, die bei diesem kirchlichen Ereignis für eine ansprechende Atmosphäre gesorgt haben.

Darum bemühen sich seit vielen Jahren Frauen des Heimat- und Trachtenvereins, die sich für ihr Engagement hohe Anerkennung verdienen. Unter der Anleitung von Johanna Winkler, Ulrike Riedel-Waas und Hildegard Weinzierl entstehen wieder herrliche Darstellungen vor den Altären am Petersplatz, in der Straubinger Straße und beim Gasthaus Schifferl (rechts). Zur Seite stehen ihnen hilfsbereite Frauen der Pfarrgemeinde, die am Vortag in den Gärten und Fluren Blumen, Blätter und Stauden gesammelt und sortiert haben, um in den frühen Morgenstunden des Fronleichnamstages die Motive zu gestalten. (Fotos: Raith/privat)

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