Pfarrei St. Petrus

Wörth a. d. Donau

Bericht aus der Donau-Post vom 25. Mai 2012

Wallfahrt fand zum 170. Mal statt

Zum 170. Mal starteten am vergangenen Sonntag um 3 Uhr früh bei herrlichem Wetter etwa 65 Wallfahrer aus der Pfarrei Wörth und Umgebung zur Gottesmutter nach Pilgramsberg. Bei der Jubiläumswallfahrt begleitete Pfarrvikar Andreas Hörbe die Pilger. Gegen 7.45 Uhr hatte man die 25 Kilometer lange Strecke betend und singend bewältigt. Pfarrer Anton Diesenbacher zelebrierte anschließend mit Pfarrvikar Andreas Hörbe in der Kirche St. Ursula einen festlichen Gottesdienst. Abgesichert wurde der Pilgerzug wieder von Harald Weber und Ludwig Fuchs mit ihren Privatautos.

Bericht aus der Donau-Post vom 21. Mai 2012

20 Kinder empfingen die Erste Heilige Kommunion

(hs) Am Sonntag feierten in der Pfarrei St. Petrus in Wörth 20 Kinder das Fest ihrer Erstkommunion. Mit Musik von Orgel und Bläsern zogen sie mit Pfarrer Lorenz Schnitt in die Kirche ein. Am Altar richtete Pfarrer Schnitt an die Kinder folgende Worte: Seit vielen Wochen habt ihr euch auf diesen Tag mit euren Tischmüttern Christine Kunz, Beate Ostermeier, Sonja Schmid und Christine Hebauer vorbereitet. Miteinander habt ihr eure Kommunionkerze gebastelt. Sie hat uns etwas Besonderes zu sagen. Im Evangelium haben wir das Wort Jesu gehört. Ich bin das Licht der Welt. Wer an mich glaubt, wandert nicht in die Finsternis. Die Kommunionkerze verweist uns auf Jesus. Er ist unser Licht und unsere Zuversicht. Heute geht ihr zum ersten Mal zur Heiligen Kommunion.“ Der Priester wandte sich an die Eltern mit der Bitte. „Helfen Sie mit, dass Ihr Kind den Weg des Glaubens geht. Helfen Sie mit durch Ihr gutes Wort und Ihr persönliches Beispiel.“

Im Anschluss an die Fürbitten, vorgetragen von den Kindern, empfingen die 20 Kommunionkinder zum ersten Mal den Leib Christi. Mit dem Danklied nach der Kommunion und dem Lied „Großer Gott wir loben dich“, ging die festliche Kommunionfeier zu Ende. Bei der Dankandacht am Nachmittag, mitgestaltet vom Kinder und Jugendsingkreis, wurden die Andachtsgegenstände gesegnet.

Am kommenden Donnerstag findet der gemeinsame Tagesausflug der Kommunionkinder aus den Pfarreien Wörth und Wiesent mit Pfarrer Franz Matok, Pfarrer Lorenz Schnitt, den Tagesmüttern und Familienangehörigen statt. In Burgweinting wird ein Gottesdienst gefeiert, anschließend geht es zum Spielplatz. Mit einer Dombesichtigung in Regensburg wird der sicherlich ereignisreiche Ausflug für alle Teilnehmer ein schönes Ende finden.

(Foto: Seppenhauser)

Bericht aus der Donau-Post vom 19. Mai 2012

Spielplatzfest der KLJB und der KAB gut besucht

Wörth/Do. (hs) Reges Treiben herrschte an Christi Himmelfahrt auf dem Sandmüllerwiese-Kinderspielplatz in Wörth. Die Katholische Landjugend (KLJB) und die junge Familie der KAB Wörth veranstalteten für die Familien einen Spielnachmittag, der gerne angenommen wurde. Große und kleine Kinder, teils mit ihren Eltern, tummelten sich munter auf dem Spielplatz und nutzten die Spielstationen ausgiebig. Für die Kinder war es ein Mordspaß und sie konnten sich so richtig austoben. Es war ein echtes Familienerlebnis. Die KAB sorgte mit Getränke, Kaffee und Kuchen für das leibliche Wohl der Eltern und die Kinder hatten ihre Freude mit den vorhandenen Spielgeräten. Schön waren die Rutschpartien, die Büchsenwürfe, das Schaukeln auf den Gummireifen und im Korb, die Kletterpartien auf der Kletterwand und das Schießen auf die Torwand. Die ganz kleinen Kinder vergnügten sind beim Sandspielen. Dass alles in geordnete Bahnen verlief, dafür sorgten die Mitglieder der KLJB. Das Spielplatzfest der beiden katholischen Verbände bereitete vielen Familien und Kindern für drei Stunden eine große Freude. Die beiden Vereine verstanden es mit ihren Ideen, wobei auch das Wetter mitspielte, einen schönen und interessanten Familiennachmittag zu gestalten. 

 

(Fotos: Seppenhauser)

Bericht aus der Donau-Post vom 19. Mai 2012

Spielplatzfest der KLJB und der KAB gut besucht

Wörth/Do. (hs) Reges Treiben herrschte an Christi Himmelfahrt auf dem Sandmüllerwiese-Kinderspielplatz in Wörth. Die Katholische Landjugend (KLJB) und die junge Familie der KAB Wörth veranstalteten für die Familien einen Spielnachmittag, der gerne angenommen wurde. Große und kleine Kinder, teils mit ihren Eltern, tummelten sich munter auf dem Spielplatz und nutzten die Spielstationen ausgiebig. Für die Kinder war es ein Mordspaß und sie konnten sich so richtig austoben. Es war ein echtes Familienerlebnis. Die KAB sorgte mit Getränke, Kaffee und Kuchen für das leibliche Wohl der Eltern und die Kinder hatten ihre Freude mit den vorhandenen Spielgeräten. Schön waren die Rutschpartien, die Büchsenwürfe, das Schaukeln auf den Gummireifen und im Korb, die Kletterpartien auf der Kletterwand und das Schießen auf die Torwand. Die ganz kleinen Kinder vergnügten sind beim Sandspielen. Dass alles in geordnete Bahnen verlief, dafür sorgten die Mitglieder der KLJB. Das Spielplatzfest der beiden katholischen Verbände bereitete vielen Familien und Kindern für drei Stunden eine große Freude. Die beiden Vereine verstanden es mit ihren Ideen, wobei auch das Wetter mitspielte, einen schönen und interessanten Familiennachmittag zu gestalten. 

 

(Fotos: Seppenhauser)

Bericht aus der Donau-Post vom 17. Mai 2012:

Am Sonntag Jubiläumswallfahrt der Pfarrei

Pilgramsberg ist zum 170. Mal Ziel der Wörther Pilger — Ursprung und Geschichte

Genau 170 Jahre liegt in diesem Jahr die erste Wallfahrt der Pfarrgemeinde zur „Lieben Frau von Pilgramsberg“ zurück. Alljährlich am Sonntag nach „Christi Himmelfahrt“ begeben sich die Gläubigen aus Wörth und den umliegenden Orten auf den 20 Kilometer langen Weg zum Gotteshaus in der niederbayerischen Gemeinde. Der ehemalige Heimatpfleger Ludwig Schindler veröffentlichte vor zehn Jahren eine Dokumentation, in der Geschichte, Gebete und Erinnerungen an dieses Glaubenszeugnis zusammengefasst sind.

Die Wallfahrt geht zurück auf eine wunderbare Gebetserhörung der Familie Joseph und Walburga Schiller aus der Wörther Filiale Kiefenholz im Jahre 1842. Ihr erblindeter zweijähriger Bub erhielt damals im Pilgramsberger Gotteshaus plötzlich wieder sein Augenlicht. Dieses Wunder wird wie folgt überliefert: Der kleine Joseph verlor sein Augenlicht, wahrscheinlich als Folge einer Impfung im Mai 1841. Seine Mutter, voll Jammer und Kummer, konsultierte mehrere Ärzte ohne Erfolg. Auch pilgerte sie mit dem Kinde zu bekannten Wallfahrtsorten, doch der Bub blieb blind.

Im Herbst 1842 erfuhr die besorgte Mutter, dass in Pilgramsberg die Mutter Gottes viel verehrt werde und schon manchem auf wunderbare Weise geholfen hat. Zunächst zögerte Walburga Schiller. Zu oft hatte sie erfahren müssen, dass ihr so inständiges Flehen um die Heilung ihres Kindes nicht erhört worden ist.

Dann aber gelobte sie sich, eine Wallfahrt nach Pilgramsberg zu machen, dabei das Kind allein mitzutragen und auf dem langen Weg nichts als Wasser und Brot zu sich zu nehmen. Und obschon sie nie zuvor den Weg nach Pilgramsberg genommen hatte, findet sie glücklich dorthin. Angelangt rutscht sie auf den Knien, den Buben in einem Korbe auf dem Rücken tragend, um das Gotteshaus, dann hinein in die Kirche, immer noch auf den Knien kommt sie zum Hochaltar und rutscht noch dreimal um diesen. Da nach stellt sie den Korb nieder, nimmt das Kind heraus, setzt es auf die hölzerne Stufe des Altars und betet inständig.

Kind wird geheilt

Doch sie fleht gar nicht lange, da erhebt der Knabe sein Angesicht zum Muttergottesbild auf dem Altar, lächelt und ruft: „Mama, dei, dei !“ Wer kann die Freude der Mutter beschreiben ? Ihr Sorgenkind ist geheilt, Joseph schaut zur Muttergottes empor, sieht und ist an beiden Augen vollkommen gesund.

Am 20. Juni 1858, also 16 Jahre nach dieser Wunderheilung, beteuerte Walburga Schiller vor dem Ortsgeistlichen und dem Mesner von Pilgramsberg aufs Neue die Wahrheit ihrer Aussage und erklärt sich bereit, vor jeder Obrigkeit dieses mit einem Eid zu bekräftigen. So war am Anfang der nunmehr 170-jährigen Wallfahrt die Dankbarkeit für dieses offensichtliche Wunder an dem Kiefenholzer Kind die besondere Intention der Pilger.

Anliegen, Sorgen und Bitten

In der Folgezeit haben die Kiefenholzer und Wörther Wallfahrer dann aber alljährlich ihre eigenen Anliegen, Sorgen und Bitten zum „Berg“, wie der Wallfahrtsort kurz genannt wird, gebracht. Und dass dort schon viele Anrufungen erhört worden sind, davon sprechen zahlreiche Votivtafeln, die im Marienheiligtum angebracht worden sind. Sie geben Zeugnis von wunderbaren Krankenheilungen, von Errettung aus lebensbedrohlichen Situationen und vom Beistand in persönlichen Schwierigkeiten und Bedrängnissen, aber auch von Befreiung aus Angst und seelischer Not sowie in einer Feststellung stimmen alle diese Votivtafeln überein: „Maria hat geholfen !“ Stadtpfarrer Johannes Frischholz, Seelsorger in Wörth von 1975 bis 2000, erhob 1979 das fromme Unternehmen zur „Pfarrwallfahrt“.

Der Pilgramsberg ist ein Ausläufer des Bayerischen Waldes. Er gibt dem Dorf zu seinen Füßen den Namen. Das Gotteshaus steht auf der Anhöhe. Der Ort gehört zur Pfarrgemeinde Rattiszell im Dekanat Bogenberg und liegt im niederbayerischen Landkreis Straubing-Bogen. Die Marienwallfahrt auf dem Pilgramsberg ist verglichen mit anderen bayerischen Wallfahrtsorten noch verhältnismäßig jung. Aber bevor sich Pilger dort an die Gottesmutter um Hilfe und Beistand gewandt haben, kamen schon Gläubige „zum Berg“, die heilige Ursula um ihre Fürsprache bei Gott zu bitten. Sie ist auch heute noch die Patronin der Bergkirche. Im Glasfenster rechts vom Hochaltar ist die Heilige dargestellt.

Die Muttergottesstatue

Die etwa 80 Zentimeter hohe Muttergottesstatue auf dem Hochaltar ist aus Lindenholz. Maria trägt eine Krone auf ihrem Haupt, hält das Jesuskind in der rechten, ein Zepter in ihrer linken Hand. Das Gotteskind hat in seiner Rechten die Weltkugel, und zwei Finger der linken Hand hält es mahnend empor, um die Betrachter gleichsam hinzuweisen auf die Bedeutung seiner Frohen Botschaft.

Nach einer Überlieferung haben Forstarbeiter im Jahre 1443 die Statue in einem Wald bei Ingolstadt in einem hohlen Baum entdeckt. Sie haben die hölzerne Figur in die nahe Donaustadt gebracht, wo sie bis zum Jahre 1680 geblieben ist. Durch Erbschaft kam die Marienstatue nach Regensburg. Sie gelangte dort in den Besitz einer frommen, wohlhabenden Witwe. Sie und ihre Bekannten haben das Gnadenbild noch verehrt, das ein Dienstknecht namens Georg Frenzl aus dem Nachlass der Witwe erwerben konnte.

Die Umstände, wie die Statue in den Besitz des jungen Mannes kam, sind erwähnenswert, da sie recht ungewöhnlich sind. Als die Frau, in deren Besitz sich das Marienbild befunden hatte, verstorben war, oblag es ihrer Freundin und Wärterin, die Wohnung zu räumen. Dabei stellte sie das Marienbild umständehalber auf das Fensterbrett.

Dort erblickte es Georg Frenzl zufällig. Oder war es doch nicht Zufall, sondern wunderbare Fügung ? Die Freundin der Witwe beobachtete, wie Frenzl die Statue mit besonderem Wohlgefallen betrachtete. Sie erkannte sein Interesse an der Marienfigur, und so rief sie aus dem Fenster: „Gefällt euch dies Frauenbild  ? Geht herein und schaut es recht an !“ Erschrocken folgte der schüchterne Fremdling dieser Einladung und beide kamen alsbald überein, dass er das Bild um drei Kronentaler kaufen konnte. Voll Freude eilte Frenzl heim nach Haindlingsberg bei Geiselhöring, wo er freundlich aufgenommen worden ist, noch freundlicher aber sein Liebfrauenbild. Die ganze Familie gewann sogleich großes Vertrauen zu der Figur, und auch die Nachbarsleute fanden sich häufig ein, daselbst Andachten zu verrichten. So wurde die Madonna bald zu einem hochverehrten Kleinod des Hauses.

Ein Wendepunkt

Die große Wende für die schon fast in Vergessenheit geratene Wallfahrt auf dem Pilgramsberg kam 1839. Zu Ostern jenes Jahres besuchte Georg Frenzl die Kirche. Die war heruntergekommen und machte keinen guten Eindruck auf ihn. Und dennoch war der Haindlingsberger Dienstknecht überzeugt, dass dies der richtige Ort sei für sein Muttergottesbild.

Die Bewohner von Pilgramsberg waren mit der Aufstellung der Marienstatue in ihrer Kirche einverstanden. Am 14. April 1839, dem zweiten Sonntag nach Ostern, wurde die Figur unter Teilnahme einer großen Volksmenge in einer feierlichen Prozession vom Dorf in die Kirche gebracht.

Schon bald danach kamen Gläubige in großer Zahl zu „Unserer Lieben Frau vom Pilgramsberg“. So wurde aus der einstigen Ursulawallfahrt ein beliebtes Ziel für die Marienverehrer. Der Zustrom verstärkte sich, als von auffälligen Gebetserhörungen berichtet wurde. Von diesen ist die wunderbare Heilung eines erblindeten Kindes aus Kiefenholz wohl die am meisten beachtete Erzählung.

Die Kirche St. Ursula in Pilgramsberg mit uralter Linde.

Die Kirche St. Ursula in Pilgramsberg mit uralter Linde.

 

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