Pfarrei St. Petrus

Wörth a. d. Donau

Bericht aus der Donau-Post vom 31. August 2012

Pfarrer Baier nimmt Seelsorgedienst wieder auf

Priester feiert am Samstag mit der Gemeinde ersten Gottesdienst nach langer Krankheit

(jr) Pfarrer Johann Baier meldet sich zurück. Über fünf Monate befand sich der Priester, der am 7. September 53 wird, im Krankenstand. Wegen eines akuten Erschöpfungszustandes befand er sich seit März in ärztlicher Behandlung. Morgen, Samstag, wird er bei der Feier der Vorabendmesse seinen Seelsorgedienst wieder aufnehmen - genau ein Jahr nach seinem Amtsantritt. In einem Gespräch beantwortet der Pfarrer, dem ab sofort die Gemeindereferentin Maria Handwerker zur Seite stehen wird, Fragen zu seinen gesundheitlichen Fortschritten, zu seinen Anliegen, Aufgaben und Zielen.

Pfarrer Es geht mir langsam wieder besser. Das heißt nicht, dass ich die Krankheit schon ganz überwunden habe. Das wird bestimmt noch einige Zeit dauern. Trotzdem ist es mir wichtig, den Dienst in der Pfarrei wieder aufzunehmen. Ich werde sicherlich in der ersten Zeit noch kürzer treten müssen. Aber ich hoffe, langsam wieder zur „alten Form“ zurückzufinden. Dass ich noch nicht so belastbar bin, zeigt auch, dass ich noch bis Januar vom Schuldienst freigestellt bin.

Pfarrer So eine Erkrankung bricht nicht von heute auf morgen aus. Inwieweit einzelne Faktoren wie Stress, Termindruck und Überarbeitung eine Rolle spielen, kann man einfach nicht sagen. Der Wechsel in eine neue Pfarrei ist nie einfach. In Wörth kam erschwerend hinzu, dass die Pfarrei seit fast zwei Jahren ohne Leitung war und demzufolge einiges aufgearbeitet werden muss.

Pfarrer Ich glaube nicht. Problematisch sind nicht die Pflichten und Verpflichtungen, sondern die vielen „Baustellen“ in der Pfarrei, wie es Bürgermeister Anton Rothfischer anlässlich meiner Amtseinführung vor einem Jahr bezeichnet hat. Da gibt es halt in Wörth zusätzlich viel zu tun. In der zweijährigen pfarrerlosen Zeit ist auch administrativ vieles liegengeblieben. Vielleicht habe ich unterschätzt, was es bedeutet, das aufarbeiten zu müssen. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter waren in dieser Zeit gezwungen, ohne die Leitung eines Pfarrers zu arbeiten. Sich dann auf einen neuen Pfarrer einzustellen, der vielleicht dann noch dazu einiges anders machen möchte, ist da manchen nicht leicht gefallen. Das waren vielleicht Dinge, die ich unterschätzt habe.

Pfarrer Nein. Ganz im Gegenteil: Ganz besonders geholfen haben mir in der akuten Krankheitsphase die unzähligen Genesungswünsche, die mich in der Klinik erreicht haben. Ich weiß, dass viele mich in ihr Gebet eingeschlossen haben. Ich hätte nie gedacht, so einen starken Rückhalt von den Kindern bis zu den Senioren in der Bevölkerung zu haben. Für all die E-Mails, Karten und Aufmerksamkeiten möchte ich mich an dieser Stelle herzlich bedanken. Sie haben mir sehr geholfen.

Pfarrer Was Lorenz Schnitt in dieser Zeit geleistet hat, ist wirklich alle Anerkennung wert. Seine Sorge galt nicht nur der Pfarrei, er hat mich auch immer wieder im persönlichen Kontakt mit aufmunternden Worten unterstützt. Er hat sich in dieser Zeit nicht nur als Seelsorger, sondern auch als Freund erwiesen. Ein herzliches Vergelt’s Gott dafür. Danken möchte ich natürlich auch Pfarrer Franz Matok, der sich als Pfarradministrator um die Belange der Pfarrei gekümmert hat, und den Aushilfspriestern sowie den haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern, die sich engagiert haben, damit die Seelsorge weitergeführt werden konnte.

Pfarrer Ich freue mich, dass ab 1. September Frau Maria Handwerker in den Pfarreien Wörth und Wiesent als Gemeindereferentin tätig sein wird. In den vergangenen zehn Jahren war sie in unserer Diözese als Ausbildungsleiterin für die Gemeindereferenten zuständig. Vorher hat sie in den Pfarreien Deggendorf St. Martin, Eggenfelden und Regensburg St. Bonifaz als Gemeindereferentin gearbeitet. Sie wird mich in den drei Grunddiensten Verkündigung, Liturgie und Diakonie unterstützen und hier ihre eigenständigen Arbeitsbereiche haben.

Pfarrer Die Seelsorge steht immer im Vordergrund. Besonders am Herzen liegt mir die Mitfeier der Sonntagsmessen und der Kontakt zu den Menschen in der Pfarrei. Viele Dinge sind in den vergangenen Monaten auch im Verwaltungsbereich liegengeblieben. All das aufzuarbeiten wird einige Zeit in Anspruch nehmen. Eine besondere Herausforderung werden die Kirchenverwaltungswahlen im November sein. Hier appelliere ich an die Mitglieder der Pfarrei Wörth und der Filialgemeinde Kiefenholz, sich als Kandidaten zur Verfügung zu stellen. Um die Aufgaben zu bewältigen, bin ich auf ihre Mithilfe angewiesen. Die Pläne für die Sanierung des Pfarrhofs sind mittlerweile vom Bauausschuss der Diözese genehmigt. Mit den Arbeiten werden wir aber heuer nicht mehr beginnen.

Nach langer Krankheit wieder im Dienst: Pfarrer Johann Baier wird am Wochenende mit der Gemeinde die ersten Gottesdienste feiern. Archivfoto: Raith

Pfarrer Franz Matok führt durch Kirche

Auf Anregung des Pfarrgemeinderates Wörth lädt Pfarrer Franz Matok zu einer Kirchenführung in der neuen Franziskus-Kirche seiner früheren Wirkungsstätte in Burgweinting ein. Keiner kennt wohl dieses weithin bekannte moderne Gotteshaus besser als er. Er hat den Bau initiiert und mit seinem Durchsetzungsvermögen in dieser Form auch vollendet. Die Führung beginnt am Sonntag, 5. August, um 14 Uhr vor der Kirche in Burgweinting. Zur Bildung von Fahrgemeinschaften treffen sich interessierte beim Pfarrheim in Wörth. Abfahrt dort ist um 13.30 Uhr.

Angebot für Senioren

Am Mittwoch, 8. August, unternehmen die Senioren aus den Pfarreien Wörth und Wiesent eine gemeinsame Halbtagesfahrt. Erstmals werden sich auch Heimbewohner von „Pro Seniore“ anschließen. Gemeinsame Aktionen und Begegnungen im August sind schon seit Jahren ein fester Bestandteil der Angebote, sei es beim Sommerfest, oder ein Ausflug. Wie im Vorjahr steht auch diesmal eine „Fahrt ins Blaue“ bevor. Das Reiseziel ist geheim, nur soviel ist bekannt, dass es in den Bayerischen Wald geht. Um allen Senioren, die dabei sein wollen, die Gelegenheit der Teilnahme geben zu können, werden zwei Busse eingesetzt. Aufgrund der starken Nachfrage wurde folgende Regelung getroffen: Bus 1 (Wörth), Abfahrt um 12.30 Uhr am Marktplatz. Zusteigmöglichkeiten bestehen am Sand, in Tiefenthal. Am Petersplatz und beim FFW-Haus; Bus 2 (Wiesent) Abfahrt 12.30 Uhr in Kiefenholz. Zusteigemöglichkeit besteht in Oberachdorf (alle gemeldeten Teilnehmer), anschließend in Wiesent an den bekannten Haltestellen. Die gemeinsame Abfahrt erfolgt anschließend an der Bushaltestelle Feuerwehrhaus in Wörth. Anmeldungen sind noch beschränkt möglich; bei Rückfragen gibt Horst Seppenhauser (Telefon 24 01) den Wörthern gerne Auskunft.

Bericht aus der Donau-Post vom 23. Juli 2012

Abt Rhabanus Petri zelebrierte Firmgottesdienst

„Der Glaube an Gott bringt uns Lebensfreude“

80 Jugendlichen aus Wörth, Wiesent und Bach Sakrament der Firmung gespendet

(ms) Lange und intensiv haben sich insgesamt 80 Jugendliche aus den Pfarreien Wiesent, Wörth und Bach auf das Firmsakrament vorbereitet. In den Gruppenstunden lernten sie die Bedeutung der Firmung kennen und konnten ihren Glauben prüfen und neu finden. Nun war es endlich so weit, am vergangenen Samstag erhielten sie, unterstützt von ihren Paten, von Abt Rhabanus Petri die Spendung des Sakramentes durch Handauflegung und Salbung.

In der Wiesenter Pfarrkirche fanden sich zahlreiche Familienangehörige und Freunde ein, um dieses besondere Fest mitzuverfolgen. Hausherr Pfarrer Franz Matok begrüßte seine Kollegen Pfarrer Reinhold Wimmer aus Bach und Pfarrer Lorenz Schnitt und Pfarrvikar Andreas Hörbe, welche die Pfarrei Wörth vertraten. Besonders erfreut zeigte sich Pfarrer Matok über das Kommen von Abt Rhabanus Petri aus Schweiklberg. Er selber habe einige Jahre seiner Ausbildung in der Benediktinerabtei verbracht und freue sich, nun durch dieses Zusammentreffen wieder an diese Zeit erinnert zu werden, so Matok.

Abt Rhabanus Petri ging in seiner an die Firmlinge gerichtete Ansprache auf die Worte des Heiligen Franz von Assisi ein, der sagte: „Gott ist die Freude - durch die Sonne ist er vor das Haus gestellt.“ Der Abt erklärte den Sinn der Aussage so: „Der Glaube an Gott hat nichts mit Griesgrämigkeit zu tun, er nimmt nicht die Freude am Leben, nein, er bringt die Lebensfreude und sorgt für Geschmack am Dasein, er wünscht allen Menschen tiefe innere Zufriedenheit.“

„Was soll ich machen, um glücklich zu sein ?“, diese Frage stelle sich sicher so mancher. Der Abt appellierte an die Mädchen und Jungen: „Ihr müsst auch andere dazu bewegen, sich in die Hände Gottes zu begeben, ihr selber müsst einmal innehalten und auf euer Herz hören!“ Die Früchte des Geistes seien Liebe, Friede, Sanftmut oder auch Treue. Die Schüler können beispielsweise Treue zeigen, wenn sie ihren Klassenkameraden beistehen, auch wenn andere sich abwenden. „Ein loyaler Freund ist eine große Kostbarkeit, die nicht mit Gold aufzuwiegen ist“, erläuterte der Redner. Die Heimat, Freunde und die Familien seien die wichtigsten Güter im Leben, gerade in der Familie finde man Geborgenheit und man wisse: „Ich werde geliebt.“ Gott spiele dabei eine ganz zentrale Rolle, so der Abt, denn bereits bei der Taufe heißt es: „Du bist mein geliebter Sohn/Tochter, ich bin der Humus, auf dem du gedeihen, reifen und Frucht bringen kannst."

Gemeinsam wiederholten die Firmlinge ihr Taufversprechen und die gesamte Pfarrgemeinde stimmte zum Taufbundlied ein. Abt Petri lud die Jugendlichen und Paten im Anschluss ein, an den Altar zu treten, um das Sakrament zu empfangen, namentlich segnete er jeden Firmling mit dem Firmspruch: „Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist.“

Während der Zeremonie gingen die Lektoren auf die Bedeutungen der einzelnen Rituale ein. Die Handauflegung soll anzeigen: „Dies ist mein, du stehst unter meinem Schutz“, der Firmspender vertritt hierbei Christus und die Salbung mit Chrisamöl steht für: „Wir gehören zu Christus, dem Gesalbten.“ Zum Abschluss des festlichen Gottesdienstes segnete der Geistliche die Andachtsgegenstände und sang mit den Kirchenbesuchern das feierliche „Großer Gott, wir loben dich“. Für die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes sorgte der Jugendchor „Swimmy“ unter Leitung von Barbara Bübl. Mit rhythmischen Kirchenliedern und Gospelklängen erfüllten die Sängerinnen das Gotteshaus.

Die Firmlinge aus Wörth, Wiesent und Bach erhielten von Abt Rhabanus Petri den Segen. (Foto: Meilinger)

Bericht aus der Donau-Post vom 20. Juli 2012

Pfarrer Helmut Zandt zum 70. Geburtstag gratuliert

(hs) Der Kirchenchor überraschte am Dienstag im Pfarrheim Ruhestandspfarrer Helmut Zandt mit einem Geburtstagsständchen zu seinem 70. Geburtstag. Vertreter der Pfarrgemeinde mit Pfarrer Lorenz Schnitt waren gekommen, um ihrem ehemaligen Pfarrer zu seinem Ehrentag zu gratulieren. Unter der Leitung von Ursula Eicher sang der Kirchenchor eindrucksvolle Lieder: „Cum de Core“ und „Der Herr hat seinen Engeln befohlen, dich zu behüten“. Sichtlich gerührt lauschte der Jubilar den vorgetragenen Liedern. An seiner ehemaligen Wirkungsstätte freute sich Pfarrer Helmut Zandt sehr über die Einladung des Kirchenchors, der dem Seelsorger sehr dankbar ist, schenkte der Jubilar ihnen doch das schöne Klavier im Pfarrheim. Glückwünsche entgegen nehmen konnte er von den kirchlichen Verbänden.

Für die Vertretung der Kolpingsfamilie übermittelte Josef Schütz die Glückwünsche. Marianne Kramer gratulierte im Namen des Frauenbundes und wünschte dem Seelsorger noch viele erlebnisreiche Jahre. Die Gratulation für die KAB übermittelte Hildegard Schindler. Für die Kirchenverwaltung überbrachte Oskar Gritschmeier und für den Pfarrgemeinderat sprach stellvertretend Josef Forster die Glückwünsche, dem schloss sich Pfarrer Lorenz Schnitt an. Ursula Eicher sprach die Laudatio für den Kirchenchor und mit den beiden Liedern „Wo du Freude hast gefunden“ und mit dem „Irischen Segenswunsch“ ging der offizielle Teil zu Ende.

Im Anschluss daran gab es noch viel zu erzählen mit Pfarrer Helmut Zandt, dem die schöne Zeit in der Pfarrei nach wie vor in einer angenehmen Erinnerung bleiben wird. Unsere Bilder zeigen den Kirchenchor und die beiden Priester Helmut Zandt und Lorenz Schnitt. (Fotos: Seppenhauser)

 

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