Pfarrei St. Petrus

Wörth a. d. Donau

Bericht aus der Donau-Post vom 24. Dezember 2012:

Ein gelungener Start mit positiven Erfahrungen

Gemeindereferentin Maria Handwerker fühlt sich nach vier Monaten auf- und angenommen

(jr) „Sie ist wirklich stark eingespannt, sie ist uns eine große Hilfe.“ Pfarrer Johann Baier ist offensichtlich sehr zufrieden mit der Mitarbeiterin, die ihn bei der Erfüllung der Aufgaben entlastet. Seine Anerkennung versichert, dass sie wichtig ist und gebraucht wird, dass sie ihren Beruf engagiert und interessiert ausübt. Das Lob verdient sich Maria Handwerker, die seit knapp vier Monaten in Wörth und Wiesent als Gemeindereferentin arbeitet. Sie fühlt sich wohl und richtig gut aufgenommen, sie spricht von einem „gelungenen Start“ mit vielen positiven Erfahrungen und von „rührigen Gemeinden“, die sie herzlich und wohlwollend aufgenommen hätten. Nach über 100 Tagen im Amt hat sie jedenfalls den Eindruck gefestigt, dass sie im neuen Wirkungskreis angekommen ist, dass sie Anschluss und Zugang zu den Menschen gefunden hat.

Ihre Aufmerksamkeit gilt allen voran den Kindern und Jugendlichen. Oft hat sie sich in den letzten Tagen mit den Mädchen und Buben getroffen, die am heutigen Montag die Christkindlandacht um 16 Uhr in der Pfarrkirche mit dem Krippenspiel bereichern werden. Wiederholt wurde konzentriert geprobt und geübt, damit der Vortrag auch gelingt.

„Es ist schwierig...“

Die Beschäftigung mit den Erstkommunionkindern macht ihr sichtbare Freunde, auch deshalb, weil sie mitmachen, weil sie sich in den Dienst einer Gemeinschaft stellen, weil sie aufgeschlossen und hilfsbereit sind. Dabei ist der 50-jährigen Gemeindereferentin nur zu bewusst, dass junge Menschen so leicht nicht mehr zu gewinnen sind. „Es ist schwierig, weil es eigentlich schon immer schwierig war“, meint die gebürtige Straubingerin, die gleichwohl einräumt, dass die Glaubens- und die Kirchenbindung spätestens nach der Firmung deutlich an Gewicht und Bedeutung verlieren. „Das sind eben die Zeichen der Zeit in einer Gesellschaft, die sehr vielseitig ist und viele Möglichkeiten bietet. Sie suchen in dieser Phase ihren eigenen Weg, stellen Standpunkte infrage und wollen ihr Leben nach eigenen Vorstellungen gestalten. Man sollte ihnen in dieser Situation nichts aufzwingen, sie brauchen vielmehr Ansprechpartner und Bezugspersonen, die Verständnis haben und Orientierungshilfe geben“, erklärt Maria Handwerker, die dennoch zuversichtlich bleibt: „Vor allem die Jugendlichen, die einmal einen engen Bezug zu diesem Bereich hatten, verabschieden sich bestimmt nicht endgültig von der Glaubenstradition.“

Den Grundstein dafür bemüht sie sich beim Religionsunterricht in der Grund- und Mittelschule zu legen. Sieben Stunden pro Woche verbringt sie bei den Schülern, die auf dem Weg zur Erstkommunion und zur Firmung am 15. Juli in Wörth sind. Einer guten Vorbereitung räumt sie einen hohen Stellenwert ein, ebenso der einvernehmlichen Partnerschaft mit allen Gremien und Verbänden der Pfarrgemeinde.

Ausbauen und vertiefen möchte die Gemeindereferentin in den kommenden Monaten den Kontakt zum Kindergarten und zur jungen KLJB, zu KAB, Kolping und Frauenbund und nicht zuletzt zu Jugendpfleger Peter Weigl – immer mit dem Ziel, noch mehr Jugendliche zu erreichen und in die pfarrliche Gemeinschaft einzubinden. Eine konstruktive Partnerschaft verbindet sie bereits mit den Ministranten, die ihr allen Respekt entgegenbringen, weil sie sogar in der Schule für ihre Gruppe werben.

Beispielgebende Toleranz

Ein weiterer Ansatzpunkt sind auch die Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten und im Rosenhof auf ihr Verfahren warten. „Die Pfarrei möchte gerne den Asylbewerbern Beistand leisten“, bestätigt Maria Handwerker, die der Bevölkerung in Wörth schon jetzt die Besonnenheit und Toleranz gegenüber den Flüchtlingen hoch anrechnet. Für sie sind diese Bemühungen um ein friedliches Zusammenleben geradezu beispielgebend.

Noch vieles „im Werden“

Vieles, so räumt Maria Handwerker aber ein, sei noch „im Wachsen und Werden.“ Und nichts, so betont sie ausdrücklich, würde ohne Abstimmung mit den beiden Seelsorgern Johann Baier und Franz Matok geschehen, denen sie schon sehr zu Dank verpflichtet sei. „Sie waren gewissermaßen die Geburtshelfer im neuen Amt“, stellt die Gemeindereferentin fest, die während der letzten zwölf Jahre im Referat „Pastoraler Dienst und Bildung“ des Bischöflichen Ordinariats als Ausbildungsleiterin tätig war. Sie würden ihr aber auch den nötigen Gestaltungsspielraum für ihre Pläne geben. Ein längeres Engagement in Wörth und Wiesent kann sich Maria Handwerker jedenfalls vorstellen, die nach den ersten Monaten „viele gute Erfahrungen“ gesammelt habe: „Wir sind auf einem guten Weg.“

Positive Erfahrungen nach den ersten vier Monaten: Gemeindereferentin Maria Handwerker (links im Bild bei der Probe mit den Mädchen und Buben, die am Heiligen Abend das Krippenspiel vortragen werden) fühlt sich von den Pfarrgemeinden Wörth und Wiesent gut aufgenommen. Foto: Raith

 

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