Pfarrei St. Petrus

Wörth a. d. Donau

Bericht aus der Donau-Post vom 1. November 2012

Eine Pfarrei wird von der Mitsorge getragen

Am 17. und 18. November wird auch in Wörth die Kirchenverwaltung gewählt

Am 17. und 18. November werden in allen bayerischen Diözesen die Kirchenverwaltungen neu gewählt. „Die katholische Kirchenverwaltung ist ein von den Mitgliedern der Pfarrgemeinde für sechs Jahre gewähltes Gremium. Je nach Größe der Pfarrei beträgt die Zahl der zu wählenden Mitglieder bis zu acht Personen. In der Stadtpfarrgemeinde Wörth werden sechs, in der Filialgemeinde Kiefenholz vier Mitglieder gewählt“, teilt dazu Pfarrer Johann Baier mit.

Die Aufgaben der Kirchenverwaltung sind nach den Worten des Geistlichen vielfältig und wichtig. Sie umfassen die gewissenhafte Verwaltung des Kirchenstiftungsvermögens, also der Gelder der Pfarrei, der Grundstücke und Immobilien – wie zum Beispiel Pfarrheim, Pfarrhof und Kirchen und die Beschaffung des Kirchen- und Verwaltungsbedarfs. Das reiche von der Anschaffung von Kerzen und Messgewändern für die Kirchen bis hin zur Ausstattung des Pfarrbüros, angefangen vom Briefpapier bis zum Computer und Kopiergerät. Dazu komme die Finanzierung der laufenden Ausgaben, wie Strom- und Heizkosten bis hin zu Wasser- und Abwassergebühren für das Pfarrhaus, die Kirchen und das Pfarrheim.

Viele Aufgaben

Daneben gehören, wie Pfarrer Baier weiter informiert, auch die ordnungsgemäße Verwendung zweckgebundener Spenden und die Bereitstellung der Geldmittel für die Belange der Pfarrgemeinde zu den Aufgaben der Kirchenverwaltung. Notwendige Bau- und Renovierungsmaßnahmen fallen genauso in die Zuständigkeit, wie die Anstellung und Entlohnung von Personal, das die Pfarrei für die Erfüllung ihrer Aufgaben benötigt, sowie die ordnungsgemäße Buchhaltung. In der Pfarrei Wörth stünden zum Beispiel der Umbau und die Sanierung des Pfarrhauses an, was einen hohen finanziellen Kraftakt für die Kirchenstiftung bedeutet.

Strenge Haushaltsdisziplin ist wichtig und notwendig

Zu Jahresbeginn muss von der Kirchenverwaltung ein Haushaltsplan aufgestellt werden, zum Jahresende wird eine Jahresrechnung über die Einnahmen und Ausgaben vorgelegt. „Mittlerweile ist strenge Haushaltsdisziplin angesagt, weil die Gelder immer knapper werden“ ist der Geistliche überzeugt.

Vorsitzender des in Wörth sieben Personen umfassenden Gremiums ist Pfarrer Johann Baier als Kirchenverwaltungsvorstand. Bei Beschlussfassung hat er, wie jedes andere Mitglied der Kirchenverwaltung, eine Stimme. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden. Als Kirchenverwaltungsvorstand obliegt dem Pfarrer die Aufgabe, die Beschlüsse der Kirchenverwaltung auszuführen. Daneben wählt die Kirchenverwaltung aus den Reihen ihrer Mitglieder den Kirchenpfleger, der dem Pfarrer hilfreich zur Seite steht.

Kandidaten leicht gefunden

In der Pfarrgemeinde Wörth und der Filialgemeinde Kiefenholz war es dieses Mal kein Problem, Kandidaten für die Kirchenverwaltungswahl zu finden. „Darüber bin ich froh und dankbar“, freut sich Pfarrer Baier.

Im Gegensatz zum Pfarrgemeinderat, der ausschließlich beratend tätig ist, sei die Kirchenverwaltung mit Machtbefugnis ausgestattet. Die Beschlüsse der Kirchenverwaltung seien bindend. Die Mitglieder der Kirchenverwaltung tragen zusammen mit dem Pfarrer eine hohe Verantwortung.

Darum sollte jeder, der Interesse hat, wer in der Pfarrei für die finanziellen und wirtschaftlichen Belange im weitesten Sinn mit zuständig sein wird, auf jeden Fall sein Wahlrecht ausüben. „Wer zur Wahl geht, bestärkt und ermutigt die Gewählten zur engagierten und konstruktiven Mitarbeit zum Wohl der Pfarrgemeinde. Er macht ein Kreuz über einen Namen und sagt damit sozusagen: Die oder der hat meinen Segen. Ich will sie oder ihn unterstützen, so gut ich kann“, fordert Pfarrer Baier zum Urnengang auf.

Eine Pfarrgemeinde werde getragen von der lebendigen Mitsorge und Mitverantwortung ihrer Mitglieder. Es ist ihm daher ein großes Anliegen, dass sich viele durch ihre Teilnahme an der Kirchenverwaltungswahl in die Pfarrgemeinde einbringen.

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